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Motiviert unmotiviert

Ich sitze da, und grüble über meinen neuen Blog. Eh schon seit Tagen. Was sage ich? Wochen!


O.k. Ich hab gerade nachgeschaut. Doch ein bissal mehr als ein paar Wochen. Um genau zu sein sind´s in vier Wochen ein Jahr.


Aber irgendwie geht nix. Die Muse will mich nicht küssen und die Motivation hat sich mittlerweile auch verabschiedet.


Ein Paradoxon, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich über Motivation schreiben wollte. Will. Aber unmotiviert über Motivation zu schreiben ist halt ein bissal blöd.


Auf der anderen Seite: Welches Thema eignet sich besser aufzuschieben, als die Prokrastination[1]?, sagt mein Mann.


EBEN!


Wie ich überhaupt auf das Thema komme?

Ganz einfach. Ich habe heute endlich – vielmehr ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNDLICH – meine Unterlagen zur Diplomprüfung eingereicht, mit denen ich dann eine für mich wichtige Ausbildung abschließen werde.


„Klingt doch gut!“, denkst du vermutlich.


„Ja, eh!“ (Herrlich eigentlich, dieser Ausspruch. Gibt’s so in keiner anderen Sprache, glaube ich. „Yes, ee!“ oder „Oui, es!“ Nope.)


Aaaaaber – ich hätte das Ding mit ein bissal Bemühen in einem halben Jahr fertig haben können und ich habe fast zwei gebraucht. In Zahlen: 2.


Es ist zum Heulen.


Dabei hatte es in diesem Fall definitiv nichts mit meinem Intellekt zu tun, auch nicht mit der Menge an Stoff, mit Mangel an Zeit oder irgendeinem unvorhersehbaren Zwischenfall.

Es lag einzig und allein an meiner Motivation.


Ich fühl mich gerade ein bisschen, wie die „russische Fassung“ (and helllooo political correctness), die schon seit 10 Jahren in unserem Abstellraum hängt und auf einen Lampenschirm wartet.


Und jetzt wollte ich natürlich wissen: Warum ist das so? Warum geht uns manches so schwer von der Hand, obwohl es eigentlich total easy ist? Warum brauchen wir für manche Dinge ewig, obwohl es in wenigen Minuten erledigt sein könnte? Und warum schieben wir manche Dinge vor uns her, wo wir aber eigentlich wissen, dass es wirklich wichtig wäre, das jetzt zu tun?


Und wie ich das Thema auch drehe und wende, es endet immer mit der Prokrastination.


„Prokrastination (vom lateinischen Substantiv procrastinatio („Aufschub“, „Vertagung“), […] auch „extremes Aufschieben“, ist eine pathologische Störung, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt. Das Gegenteil der Prokrastination ist die Präkrastination, d. h. alles möglichst schnell erledigen zu wollen.“[2]


Funktioniert ungefähr so:


In Anlehnung an karrierebibel.de


Dabei mag ich das Wort nicht einmal. Es geht mir – um etwas präziser zu sein – so ziemlich auf den berühmten Popo.


Genauso, wie die Resilienz.


Oder die Nachhaltigkeit.


Ich weiß. Politisch gar nicht korrekt das letzte Wort in diesem Zusammenhang zu nennen. Ich weiß auch: Mein Freundeskreis wird jetzt damit nicht überproportional in die Höhe schnellen. Aaaaaber – meine lieben Freunde (von denen, die jetzt noch da sind) samma se´s ehrlich: Das sind Begriffe, die sind schon sooo ausgelutscht und müssen immer für alles herhalten. Klingen natürlich total schlau. Sagen alles aus. Und nichts. Genauso, wie das berühmte Bouquet beim Wein. Was soll das bedeuten? Natürlich gibt es eine Definition für das Wort. Aber inhaltlich? Leer. Da is nix.


Wobei - ich glaube, das verwendet eh kaum mehr jemand. Nur mehr die, die versäumt haben, dass das neue Bouquet jetzt Terroir ist.


Was diese Begriffe gemeinsam haben? Jeder redet darüber, oder schreibt. So wie ich jetzt. Und DAS, meine lieben übergebliebenen Freunde, ist mir total zuwider! Die 120. von links zu sein, die auch noch darüber redet (oder schreibt), was Prokrastination bedeutet und was man am besten dagegen tut.


Erinnert mich irgendwie an meine Individualreisen. Als Frau von Welt reist man natürlich mit Backpack (Rucksack) an einen total ausgefallenen Ort dieser Welt (Thailand) und sucht sich die Flüge selbst zusammen (checkfelix). Die Route legt man selbstverständlich ganz individuell fest (Lonely Planet) und übernachtet nur in Unterkünften mit dem Zusatz „Geheimtipp“ (auch Lonely Planet), wo man dann ganz überrascht auf 120 andere Backpacker - slash Individualreisende - trifft, und das mehrmals während der gesamten Reise, weil die Route (Bangkok – Ayutthaya – Sukothai – Chang Mai) ganz zufällig genau dieselbe ist.


However - für meinen persönlichen Seelenfrieden muss es beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder eine Individualreise sein. Selbstverständlich.


Deswegen lassen wir ab sofort auch die Prokrastination weg und sprechen einfach von Motivation. OK?


Thanks.


Womit könnte ich beginnen?


Beginnen wir mal damit, wer´s erfunden hat.

Wenn wir die Schweizer – ganz neutral, versteht sich - ausschließen, bleibt eine 50:50 Chance: Griechen vs. Römer.


In diesem Fall waren´s wieder einmal die guten alten Römer, auf Latein bedeutet „movere“ nämlich „bewegen, antreiben“.[3] Und Motivation dementsprechend beschreibt dann, was Menschen oder auch Tiere dazu bewegt oder antreibt, etwas zu tun bzw. ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen.


Das Thema ist so spannend, dass es sogar einen ganzen Wissenschaftsbereich dazu gibt, nämlich die Motivationspsychologie. Das wiederum ist „die Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand.“[4]


Mhm. Glasklar.


Den Satz musste ich jetzt viermal lesen. So unge-mus-t und unmotiviert ist das echt zach. Also: D i e A u s r i c h t u n g d e s m o m e n t a n e n L e b e n s v o l l z u g s …


Was heißt eigentlich Lebensvollzug?


Google sagt, dass Wikipedia sagt, dass „der Lebensvollzug und alle seine mit ihm verknüpften Faktoren die Inhalte des Life-Modells sind. 1980 von Carel B. Germain und Alex Gitterman in den USA entwickelt, umschreibt es die Einbettung und Entwicklung des sozialen Individuums in seine natürliche, ökonomische, soziale und kulturelle Umwelt.“[5]


Echt jetzt?


Is schon wieder vorbei.

Zack – kurz motiviert gewesen, und dann sowas. Ich mein, das… da hats… da kann man ja nur… ´sss a Frechheit eigentlich.

Super. Was mach´ma jetzt?

.

.

.

.

Schauen wir mal nach, was unmotiviert bedeutet:


Adjektiv

1a. keinen [erkennbaren] Grund habend; grundlos

"ein unmotivierter Wutanfall"


1b. nicht motiviert, keine Motivation besitzend

"unmotivierte Schüler“[6]


Das war ja eh wieder klar: Unmotiviert versteh ich.


Und was seh´ ich da im Zusammenhang mit dem Begriff? Die Schüler. Was sonst.


Die UNMOTIVIERTEN Schüler. Da wird der Begriff quasi in einem Aufwisch verwendet:


Unmotiviert = Schüler


oder Student. Denen unterstellt man das ja auch ganz gerne. Und faul. Und grundlos. Natürlich.

Es gibt sogar ein Syndrom, das nach ihnen benannt ist: Das sogenannten „Studentensyndrom“ (im Prinzip nur eine andere Bezeichnung für die Prokrastination).


Wobei, meinem Gefühl nach, „grundlos“ eher die jüngeren Schüler betrifft (die sind noch verspielter, lassen sich noch leichter ablenken) und „begründet“ eher die älteren bzw. die Studenten, die machen das ganz bewusst und absichtlich.


Das sind dann quasi die motiviert Unmotivierten.


Das erinnert mich daran, als ich mich als Studentin einmal mit einer Omi beim Spar an der Wursttheke angelegt habe. Ich habe ihr nämlich unterstellt, dass sie sehr unfreundlich mit der armen Feinkostmitarbeiterin umgegangen ist, worauf sie mir unterstellt hat, dass ich eh nur eine faule Studentin wäre, die sich von ihren Steuern ernährt und gar nix zu melden hätte, solange ich selbst nichts verdienen würde. Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte.


Aber jetzt, wo ich mein Studium abgeschlossen habe UND Steuern zahle, kann ich sagen: Tja, liebe Omi, leg dich nicht mit faulen Studenten an. Es könnte sein, dass sie dich in einem Blog verbraten.


Ällabätsch!


Kleiner Exkurs:

Ällabätsch ist „eine Interjektion, also ein Ausruf, der nicht Teil der Satzstruktur ist, sondern satzassiozativ, d.h. voran- oder nachgestellt.“[7] Siehe oben.


„Der Ausruf “Ätsch” drückt […] Spott, Hohn und Schadensfreude aus – er stellt damit auch eine Art Genugtuung dar. Er wird verwendet, um die Niederlage des Gegners verbal zu verstärken und diesem so mitzuteilen, dass er verloren hat – was er selbst schon weiß.“[8]


Ällabätsch setzt also schon eine gewisse Motivation voraus. Noch motivierter ist man bei der Steigerungsform von „Ällabätsch“. Weil aber „Ällabätsch“ kein Adjektiv ist und nach den Regeln der deutschen Grammatik keine Steigerungsform durchlaufen kann, also „ällabätsch, ällabätscher, am ällabätschsten“ können wir diese nur anhand von Mimik und Gestik artikulieren.


Also, wenn „ällabätsch“ der(?) Positiv ist, dann ist „Ällabätsch!“ mit herausgestreckter Zunge der Komparativ (das wäre dann ällabätscher) und „Ällabätsch!“ mit herausgestreckter Zunge UND zwei Zeigefingern, die überkreuz aneinander reiben, der Superlativ (ergo am ällabätschsten).


Was aber wurscht ist, weil das schon ungefähr 20 Jahre her ist, und es sich in der Zwischenzeit vermutlich schon ausge-ällabätscht hat.


Wobei, ganz wurscht ist es nicht: Rache(gelüste) zählen zwar in der Psychologie zu den destruktiven Motiven – aaaaber – wirken auch motivierend. Und wie ihr seht: Ich schreibe!


Es ist nämlich gerade so, dass zurzeit die Unmotivation in allen Ecken meines beruflichen Daseins aufpoppt:

Da gibt es zum Beispiel einen Pre-Teen, dessen Eltern befinden, dass er völlig unmotiviert ist, was die Schule anbelangt oder auch eine Pre-Studentin, die von sich selbst behauptet, auf nichts Lust zu haben (nicht mal auf die täglichen Anrufe der Eltern, die wissen wollen, ob jetzt schon irgendwas weitergegangen ist).


Komisch eigentlich.


Und dann habe ich auch noch einen Coachee, der in seinem derzeitigen Job scheinbar gar nichts Motivierendes mehr finden kann.


Ja, und der gängige Klassiker in der Lernberatung ist sowieso der: „Er könnte ja, wenn er wollte!“

Äußert sich meistens in: Schlechte Ergebnisse gepaart mit unerwünschtem oder sogar auffälligem Verhalten. Und das anhaltend wiederkehrend, wobei sämtliche bisher gesetzten Interventionsmaßnahmen zu keiner positiven Veränderung geführt haben.


Was darin resultiert, dass sich die meisten Eltern an dieser Stelle – nennen wir es einmal (um an dieser Stelle nicht noch mehr Freund zu verlieren), „nicht verstanden fühlen“.


Einfaches Beispiel aus meinem Haus: Ich will, dass sich meine Kinder anziehen und wir eeeeendlich loskönnen, weil wir losmüssen. Entweder in den Kindergarten, oder zum Schwimmen/Tennis/Reiten, Einkaufen, Oma, oder sonstwohin. Soweit, so gut. Mein Motiv ist vermutlich bis hierher soweit allen Lesern bekannt und klar. Irgendwann dann, nach gefühlter hundertmaliger Wiederholung in allen Stimmlagen, -arten und -lautstärken bewegt sich dann doch etwas. Ganz zaghaft. Meistens drei Schritte zurück und dann irgendwann auch einer nach vor. Oft mit hängenden Schultern und hängendem Kopf, Blick zum Boden, schleifenden Gehbewegungen begleitet mit folgendem Hintergrundgeräusch: „Aaaaachhh Maaaamaaaaaaa.“ Wenn es das Kind dann bis in den Vorraum geschafft hat, liegt es dort am kalten Fliesenboden, schaut zur Decke und wartet. Daneben liegen die Schuhe, am kalten Fliesenboden, schauen auch zur Decke und warten genauso demotiviert, wie das Kind.


Einer der meist gesagten Sätze in diesem Haus ist tatsächlich „Schuhe anziehen, bitte!“ (dicht gefolgt von: „Musst du nochmal aufs Klo?“, „Das sag ich jetzt echt schon zum 5. Mal!“ oder „Oben auch putzen!“ (Anmerkung der Redaktion: Die Zähne).

Wird völlig ignoriert, weil eben die Gegenpartei in diesem Moment scheinbar besonders intensiv beschäftigt ist. Eine Zeitlang dachte ich, ja das arme Kind ist halt voll in seinem Spiel vertieft. Ganz klar, da kann es mich ja nicht hören. Aber irgendwie bin ich dieses Gefühl der Ignoranz nicht losgeworden. Deshalb habe ich den ultimativen Test gemacht. Nachdem sich wieder mal kein einziges der sechs Ohren gerührt hat, habe ich gerufen: „Schokolade!“. Zack drei Mädels da. Auch die Kleine: „Goggo?!“


Dann war natürlich ganz klar:

1. Sie haben mich gehört.

2. Sie haben mich ignoriert.

3. Schokolade geht immer.


Meine erste Reaktion: UnfuXXingfassbar. Die machen das absichtlich. Grundlos. Also motiviert DEmotiviert.


Und als ich mich dann wieder gefangen habe und gefasster war und meine Ratio wieder Überhand nehmen durfte, habe ich nachgedacht. Und zwar darüber, dass wir Eltern/Erwachsenen manchmal den Eindruck gewinnen, dass unsere Kinder unmotiviert sind. Grundlos unmotiviert nämlich. Und wir beim besten Willen nicht nachvollziehen können, warum.


Schuhe anziehen ist das eine Thema. Aber für eine Schularbeit nicht zu lernen, wo´s eh schon um die berühmte Wurst geht, oder sich für den Nachzipf im Herbst vorzubereiten, wo´s um noch eine berühmtere Wurst geht, da wird´s dann unangenehm. Und wenn die Eltern dann eh schon alles versucht haben: Sich selbst mit dem Sprössling hingesetzt und gelernt, Nachhilfe organisiert, die Wichtigkeit des Themas aufgezeigt, die Konsequenzen skizziert – laut, leise, verständnisvoll und weniger verständnisvoll mit dem Kind gesprochen haben – und scheinbar nichts davon geholfen hat und sich das Kind lieber ins kühle Nass wirft während wir Eltern immer mehr schwitzen, dann bleibt meistens nur mehr eine Erklärung: Er/Sie ist einfach völlig unmotiviert. Grundlos. Oder mit Vorsatz. Aber dann aus purem Trotz!

BAMM!


Sicher?


Ich habe wieder einmal nachgedacht


Sehr lange und sehr intensiv. Und ich bin mittlerweile tatsächlich fest davon überzeugt, dass kein Kind dieser Welt grundlos unmotiviert ist.


Angenommen: Das Kind kennt aus Erfahrung bereits die Konsequenzen und weiß daher, dass diese sehr unangenehm werden können, bleibt aber trotzdem bei seiner Vorgehensweise und ruft mit seiner Aktion eine für sich selbst negative Reaktion hervor – und das Ganze vollkommen bewusst und absichtlich.


Warum - frage ich mich - sollte es das tun?


Kein gesundes Kind in einer gesunden Umwelt schreibt auf die Schularbeit absichtlich einen Fetzn, nur um sich dann daheim die berühmten verbalen Ohrfeigen abzuholen und gegebenenfalls auch noch Verbote auszufassen.


In meinem Beispiel: Die Kinder wollen zwar zum Reiten, aber dafür jetzt das Spielen beenden und sich die Schuhe anziehen, das wollen sie nicht. Da frage ich mich natürlich: Wie geht das zusammen?


Die Motivationspsychologie sagt dazu folgendes: „Motivationszustände werden allgemein als Kräfte verstanden […]. Es wird oft angenommen, dass verschiedene mentale Zustände miteinander konkurrieren und dass nur der stärkste Zustand das Verhalten bestimmt. Das bedeutet, dass wir motiviert sein können, etwas zu tun, ohne es tatsächlich zu tun.“[9]

Bestes Beispiel: Neujahrsvorsätze. Funktionieren in 90% der Fälle mit 90%iger Wahrscheinlichkeit NICHT. Oder nicht lange.


Und dann habe ich noch etwas herausgefunden: Demotivation ist NICHT das Gegenteil von Motivation. Diese beiden Terme bewegen sich nicht auf einer Achse, das sind zwei unterschiedliche Dimensionen. Das hat der gute alte Herzberg[10] schon gewusst: Wer für seinen Job schlecht bezahlt wird, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit unzufrieden. Wer hingegen gut bezahlt wird, ist deswegen noch lange nicht zufrieden.


Was erzeugt dann Demotivation?

Demotivation entsteht vielmehr dann, wenn andere (Beispiel: Ich will gehen) absichtlich oder ungewollt wichtige Motive der Betroffenen (meine Kinder aber wollen spielen) durchkreuzen.

Oder – um beim Beispiel der Fetznschularbeit zu bleiben: Wenn das Kind erkennt, dass seine Ziele beim Lernen nicht (oder nicht mehr) verwirklicht werden können, ist die Folge, dass ihm das Lernen keinen Spaß mehr macht, sinnlos erscheint und einfach nur noch frustrierend ist.[11]


Et voilá.

Jetzt reden wir nämlich nicht mehr über absichtlich herbeigeführte Provokation und grundloses Unmotiviertsein, sondern von einem ganz natürlichen, biologisch sinnvollen Verhalten. Denn: Warum sollte ich mein natürlich begrenztes Energielevel mit einem aussichtslosen, sinnlosen und frustrierenden Thema künstlich herunterfahren?

Wie gesagt: Kein gesunder Mensch in einer gesunden Umwelt macht DAS absichtlich. Kein Kind, kein Jugendlicher, kein Erwachsener.


In Retrospektive hat meine Ausbildung tatsächlich so lange gedauert, weil ich sie stellenweise einfach als sinn-los (im Sinne von „macht für mich keinen Sinn“) und teilweise auch extrem frustrierend erlebt habe. Und damit meine Energie nicht dafür, sondern für andere Dinge aufgewendet habe. Unkrautzupfen zum Beispiel. Oder Karotten polieren. Sinnvoll, bereichernd, und wenn man´s richtig macht, spürt man sich am nächsten Tag auch so herrlich.


Und DAS, meine Lieben, ist eine ganz wichtige Erkenntnis (für mich).

Bin ich deswegen weniger genervt, wenn ich meine Kinder schon zum x-ten Mal bitte, sich die Schuhe anzuziehen und sie es wieder nicht tun? Mit Sicherheit nicht, NEIN.


ABER: Ich bin weniger frustriert. Es ändert was in MEINER Haltung und in MEINEM Lösungsansatz und mit MEINEM Energielevel.


Wirklich! Denk mal drüber nach.


Und wenn alles nicht hilft, hilft es manchmal, auszulagern.

Das funktioniert gleichermaßen beim Schuheanziehen, beim Lernen, beim Grübeln über den Job.

In allen drei Fachgebieten kenn ich mich aus. In allen drei Fachgebieten kann ich dir helfen.


Mit dieser Erkenntnis (Halleluja!) kann ich jetzt auch tatsächlich meinen Frieden mit der Prokrastination schließen.


Nur mit dem Bouquet – da tu ich mir nach wie vor schwer.


In diesem Sinne,

alles Liebe,

eure Barbara


[1] Definition Prokrastination (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination, Stand 29.3.2023) [2] Definition Prokrastination (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination, Stand 29.3.2023) [3] Wikipedia Motivation, Stand 27.4.2022 [4] Wikipedia Motivationspsychologie, Stand 28.4.2022 [5] Wikipedia, Life Modell, Stand 28.4.2022 [6] Definitionen Oxford Languages [7] Siehe dazu: https://www.sprachschach.de/aellabaetsch-bedeutung/ , Stand 4.5.2022 [8] Siehe dazu: https://www.bedeutungonline.de/warum-sagen-wir-aetsch-baetsch-was-bedeutet-der-ausdruck/ , Stand 4.5.2022 [9] Siehe dazu: Wikipedia – „Motivation“, Stand 19.5.2022 [10] Frederik Herzberg, Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg) – Wikipedia, Stand 29.3.2023 [11] In Anlehnung an: „Demotivation: Reicht es wirklich, mit dem Demotivieren aufzuhören?“ (umsetzungsberatung.de), Stand 29.3.2023

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